Was ist „CMDtomo“?

CMDtomo ist ein Erweiterungsmodul zur Diagnosesoftware „CMDfact“. Der Sinn dieses Moduls besteht darin, bei CMD-Patienten, die zur Diagnosesicherung erstellten Magnetresonanz-tomogramme (MRT) der Kiefergelenke zu erfassen, zu befunden und die Befunde in den Diagnosen abzubilden.

 

Wozu benötigen Zahnärzte Kiefergelenk-MRTs?

Generell dient die bildgebende Diagnostik der Kiefergelenkregionen im Rahmen der Diagnostik und Therapie craniomandibulärer Dysfunktionen zwei Zielen:

  • dem Ausschluss primärer Gelenkerkrankungen, darunter beispielsweise Frakturen, Tumoren aber auch primären Arthritiden mit Verursachung im rheumatischen Formenkreis
  • der Charakterisierung und Differenzierung sekundärer Gelenkerkrankungen, darunter die Verlagerung des Condylus mandibulae in die Gelenkgrube hinein (Kondylusverlagerung nach retrocranial) oder aus dieser heraus (Kondylusverlagerung nach anterocaudal), sowie die Verformung des Condylus (inaktive bzw. aktivierte Arthrose). Hierzu zählt auch die bildgebende Darstellung des Kondylus-Diskus-Komplexes bei einer Diskusverlagerung mit oder ohne Reposition zur Beurteilung der Kondylusposition, in der jene auftritt).

Hinsichtlich der Beurteilung hilft die einschlägige Fachliteratur, darunter das entsprechende Buchkapitel von Kordaß und Hugger zur bildgebenden Diagnostik im Arbeitsbuch Klinische Funktionsanalyse.

 

Warum sollten Zahnärzte Kiefergelenk-MRTs selbst nachbefunden?

Bei der Diagnostik und Therapie craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) rückt der entsprechend fortgebildete Zahnarzt in die Rolle eines "Hausarztes" für das Kiefergelenk. Er initiiert die Diagnostik, evtl. erforderlicher konsiliarischer Untersuchungen und ist gefordert, deren Ergebnisse in die von ihm durchgeführte und koordinierte Therapie einzubinden. Auch wenn der Radiologe die Bilder erstellt und befundet, muss der Zahnarzt den Befund beurteilen, prüfen und die Ergebnisse in die zahnärztliche Funktionstherapie einbinden.

 

Wie werden die MRT-Aufnahmen ausgewertet?

Die Auswahl der nötigen Sequenzen gibt der überweisende Zahnarzt auf dem Konsiliarbogen Bildgebende Diagnostik vor. Darauf notiert der Radiologe auch seinen Kurzbefund und übermittelt diesen mitsamt der Bilddaten auf Datenträger (CD) an den weiterbehandelnden Zahnarzt. Der Zahnarzt liest den Befund und vergleicht diesen mit den Aufnahmen auf dem Datenträger. In der Regel enthält der Befund nicht alle für den Zahnarzt relevanten Informationen, speziell die im Zusammenhang mit der Kieferposition, da diese für den Arzt für Bildgebende Diagnostik in der Regel mangels Zugang zur zahnärztlichen Diagnostik nicht beurteilbar ist. Daher prüft der Zahnarzt diese Fragen und notiert die jeweiligen Befunde in der zahnärztlichen Kartei.

 

Warum braucht der Zahnarzt dafür eine spezielle Software?

Wie bei der klinischen Funktionsanalyse ist die Nachdokumentation der MRT-Befunde per Mausklick schneller, einfacher, präziser und sicher vollständig. Bei den MRT-Befunden ist dieses besonders sinnvoll, da auch die MRT-Aufnahmen nicht mehr klimaschädlich und teuer auf Film, sondern auf CD übermittelt werden. Wenn die Bilder ohnehin am PC beurteilt werden, liegt die Bewertung am PC nahe – und ermöglicht es, diese Befunde mit den übrigen Funktionsbefunden zu integrieren.

CMDtomo® bietet genau diese Möglichkeit. Dafür werden die Bilder mit einer speziellen Technik per Mausklick in CMDtomo® einkopiert. Es folgt die Befundung per Mausklick. Die Definition der Befundoptionen wurde von den Programmautoren Ahlers & Jakstat 2006 auf der 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik- und Therapie (DGFDT) vorgestellt. Die Erfassung dieser jeweils 5 Informationen pro Projektion allein durch Ankreuzen per Mausklick gibt eine klare Struktur der Befundung vor und stellt sicher, dass keine Befunde vergessen werden.

Eine spezielle Messfunktion ermöglicht die exakte Bestimmung der Diskusposition relativ zum Condylus, ausgehend von der typischen Zuordnung der Diskusposition nach „Uhrzeiten“ in einem softwaregestützten Prozess.

 

Brauche ich für die Benutzung von CMDtomo eine spezielle Ausbildung?

Die Benutzung von CMDtomo ist einfach und selbsterklärend - zudem erläutert durch ein von Zahnärzten für Zahnärzte erstelltes Handbuch. Die fachlichen Grundlagen für die Durchführung der entsprechenden Leistungen sollten jedoch vorhanden sein. Zahnärzte mit entsprechender Fortbildung in de Befundung von MRTs werden keine weitere Schulung benötigen.


Werden die CMDtomo-Befunde in den Diagnose-Pilot integriert?

Ja, das ist der besondere Vorteil der Integration von CMDtomo® als Erweiterungsmodul zu CMDfact®: die Befunde der verschiedenen Untersuchungen werden gemeinsamen "Diagnose-Pilot" zusammengefasst. Das gilt für die Befunde von CMDtomo®, CMDmanu™, CMD3D® und andere Module. Durch einen sinnvollen Farbcode ist dabei sichergestellt, dass die Befunde aus CMDtomo® von den anderen auf einen Blick unterscheidbar sind. Die zusätzlichen Befunde aus der bildgebenden Diagnostik ergänzen mithin die Diagnostik genau dort, wo alle Daten zusammen kommen und sichern die korrekte Diagnosestellung.

 

Warum ist CMDtomo als Erweiterungsmodul zu CMDfact konzipiert?

Die Grundlage der zahnärztlichen Funktionsdiagnostik bildet unverändert die klinische Funktionsanalyse. CMDfact® ist hierfür mittlerweile die weitverbreitete Standardlösung. Allerdings verfügen nicht alle Anwender von CMDfact® über die Qualifikation und ein Umfeld, das es ihnen ermöglicht, Magnetresonanztomogramme und deren Ergebnisse in Ihre Diagnostik zu integrieren. Eine Erweiterung von CMDfact® ist daher nur für jene Anwender sinnvoll, die diese Funktionen auch wirklich benötigen (dort aber höchst willkommen und auch schon sehnlich erwartet).
CMDtomo ist daher – wie CMDmanu™ und CMD3D® – bewusst als Ergänzungsmodul konzipiert und nutzt hierfür eine spezielle in CMDfact® enthaltene Modulschnittstelle.

Benötige ich für CMDtomo eine neue Version von CMDfact?

CMDtomo® benötigt als Grundlage die CMDfact®-Version 3. Diese wird neben anderen Verbesserungen eine Modulschnittstelle enthalten und somit die Einbindung zusätzlicher Erweiterungsmodule ermöglichen. Nähere Informationen Informationen zu CMDfact 3 finden Sie hier.

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