Weiterführende Diagnostik: Belastungsfaktoren (DASS)


Belastungsfaktoren (DASS)

Der „Fragebogen Belastungs-Faktoren“ ermöglicht Ihnen, auf der Basis eines kurzen einseitigen Fragebogens mit 21 Fragen – die Ihre Patienten selbstständig beantworten– qualifiziert abzuschätzen, ob begründete Anhaltspunkte für eine erhöhte Belastung durch eine depressive Verstimmung, Ängste und Stress vorliegen.

„Die Auswertungsstrategie
ist wirklich sehr pfiffig.“

Prof. Dr. Alfons Hugger,
Heinrich-Heine Universität Düsseldorf;
Editor in Chief –
Journal of Craniomandibular Function

 

Art.Nr. 920028

Fragebogen Belastungsfaktoren

Die deutsche Fassung der „Depressions-, Angst-, Stress-Skala“ (DASS) wurde von Dr. Nilges (Mainz) und Prof. Dr. Essau (London) entwickelt. In Zusammenarbeit mit Priv.-Doz. Dr. Ahlers (Hamburg) entstand daraus für die Zahnmedizin der „Fragebogen Belastungsfaktoren (DASS)“.

Warum sollten Zahnärzte bei CMD-Patienten
nach Belastungsfaktoren suchen?

Craniomandibuläre Dysfunktionen entstehen in der Regel auf der Grundlage einer Kombination aus psychischen und physischen Faktoren. Als psychische Faktoren können erhöhte Belastungen durch Disstress, aber auch Ängste oder depressive Verstimmungen beteiligt sein.

Patienten nehmen diese oft nicht wahr und/oder teilen sie dem Zahnarzt auch auf Nachfrage nicht mit. Für eine ursachenbezogene CMD-Therapie ist es aber entscheidend, möglichst alle wichtigen Einflussfaktoren zu kennen, um Fehlschlüsse – und damit falsche Entscheidungen – zu vermeiden und die Patienten ggf. einer wirksamen Mitbehandlung zuführen zu können.

Wie werten Sie den Fragebogen Belastungsfaktoren aus?
So einfach das Ausfüllen des attraktiv gestalteten Fragebogens Belastungsfaktoren ist, so abschreckend wirkt auf viele Zahnärzte die Auswertung derartiger Fragebögen. Daher haben wir für den Fragebogen Belastungsfaktoren eine praktische Schablone aus fester transparenter Folie entwickelt, wobei jedem Block mit je 50 Originalfragebögen eine solche Schablone beiliegt.

In der Schablone ist die Zuordnung der verschiedenen Fragen zu Depression, Angst und Stress farblich codiert. Der transparente Druck erlaubt es, die angekreuzten Zahlenwerte der Patienten übersichtlich zu erfassen und als Summe in den entsprechend markierten Feldern am linken Unterrand des Bogens einzutragen.

Legen Sie hierfür die Schablone auf den ausgefüllten Fragebogen Belastungsfaktoren. Die Gestaltung der Schablone gibt Ihnen eine leicht nach oben veränderte Positionierung vor, die zugleich sicherstellt, dass die Felder für die Summenscores der einzelnen Skalen am linken Unterrand frei bleiben.

Werte, ab denen eine Störung wahrscheinlich ist:
Depressive Störung: ≥ 10 Punkte,
Angst-Störung: ≥ 6 Punkte,
Erhöhter Stress: ≥ 10 Punkte.
(Abbildung links unten – größer darstellen durch Klick.) Diese Werte entsprechen hinsichtlich des Anteils positiv klassifizierter Patienten („Auffälligkeit liegt vor“) den für die HADS empfohlenen Grenzwerten.


Hintergrundinformationen
zur Identifikation von Belastungsstörungen

Der Goldstandard für die Erkennung von Angststörungen und depressiven Störungen sind ein strukturiertes standardisiertes Interview und die nachfolgende Einschätzung nach einem international akzeptierten Diagnosekatalog durch Experten aus den Fächern Psychologie und/oder Psychiatrie.

Da dies im klinischen Alltag oftmals unmöglich ist, wurden in den letzten Jahren leistungsfähige standardisierte Fragebogeninstrumente entwickelt. Diese erfassen in Fragen die gesuchten Merkmale; der Patient kann diesen Fragen jeweils in abgestufter Form zustimmen.

Die Zahnarztpraxis wertet den Bogen durch Addition aller Einzelpunkte aus und prüft, ob in einer oder mehreren Skalen die errechneten Summenwerte einen kritischen Testwert überschreiten; in diesem Fall ist beispielsweise beim Test auf Depression eine depressive Störung wahrscheinlich und eine Vorstellung beim Mitbehandler angebracht.

Welche Tests bilden die Grundlage
des Fragebogens Belastungsfaktoren?

Der DASS-Test (steht für „Depressions-, Angst-, Stress-Skala“) stellt den aktuellsten Stand einer historischen Entwicklungskette dar.

  • Der Vor-Vorläufer ADS („Allgemeine Depressions-Skala“) enthielt noch 20 Fragen (items) und erfasste damit allein Depressivität.
  • Der Vorläufer HADS („Hospital Anxiety and Depression Scale“, deutsche Version von Herrmann, Buss et al. 1995) enthielt eine Erweiterung um Fragen zur Erfassung von Angststörungen und benötigte dabei für die beiden Subskalen Depressivität und Angst nur noch je 7, also insgesamt 14, Fragen.
  • Der darauf aufbauende DASS („Depression, Anxiety and Stress Scale“; Lovibond u. Lovibond, 1995; Nilges, Essau, 2012) enthält ebenfalls die Subskalen für Depressivität und Ängstlichkeit mit nur je 7 Fragen.

Der DASS erfasst zudem mit weiteren 7 Fragen die individuelle Stressbelastung. Der DASS wurde bislang in 25 Sprachen übersetzt.

Wie valide sind die Ergebnisse des DASS?
Die Voraussetzung für die Validität derartiger Selbstbeurteilungsverfahren ist daher die vorherige Bestimmung des Schwellenwerts zur Störung („Cut off“) im Rahmen wissenschaftlicher Validierungsstudien. Die Daten des DASS sind wissenschaftlich validiert.

Dafür erfolgten sowohl eine Validierungsstudie an >400 Studenten sowie eine Studie an >300 Schmerzpatienten, bei denen u.a. parallel die Daten zu den Tests ADS und HADS erhoben wurden.

In der vorliegenden Fassung sind 6 Frageformulierungen gegenüber der ursprünglichen Übersetzung von Essau verändert. Die revidierte Fassung wurde zur Überprüfung der psychometrischen Eigenschaften erneut validiert, und zwar an drei Schmerzambulanzen mit über 90 Patienten sowie an zwei psychotherapeutischen Hochschulambulanzen mit Patienten, bei denen Schmerz nicht primärer Behandlungsanlass war.
Nilges P, Essau, C: Die Depressions-Angst-Stress-Skalen.
Der DASS – ein Screeningverfahren nicht nur für Schmerzpatienten
Der Schmerz 07-2015 – published online 24.07.2015
.

Für die deutschsprachige Version des DASS liegen noch keine alters- und geschlechtsspezifischen Normtabellen vor. Vorhandene Daten zeigen allerdings für den Einsatz des DASS bessere oder identische Werte gegenüber ADS, HADS und anderen Instrumenten.

Auf dieser Grundlage hat die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. entschieden, per 2012 im Deutschen Schmerzfragebogen den DASS einzusetzen.

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